Toto zu Besuch im Windjammer

Toto zu Besuch im Appartementhaus Windjammer


Toto engagiert sich auch privat

Er ist im Gespräch so, wie er auch im Fernsehen ist: Offen, direkt, sympathisch. Die Kurier-Redaktion traf Darsteller Torsten Heim.

„Toto“ aus der Sat1-Serie „Toto & Harry“ verbrachte schon als Kind Anfang der 70er-Jahre seinen Urlaub in Cuxhaven. Seit nunmehr sieben Jahren kommt er
mit seiner Familie wieder regelmäßig ins Nordseeheilbad und verbringt seinen Urlaub im „Appartementhaus Windjammer“ am Dünenweg. Kein Wunder, hat er sich doch über die Jahre mit seinen Vermietern Oliver Hebel und dessen Lebensgefährtin Nicole Breuer angefreundet. Außerdem gefällt ihm hier die Mentalität der Menschen, die stets freundlich auf ihn zugehen, meinte er im Interview mit Janina Ohlmeyer und Kurier-Objektleiter Herwig V. Witthohn. Er und seine Familie fühlen sich in Cuxhaven sicher, negative Erlebnisse gab es bisher nicht. Statt dessen schätzen die Heims das nahe Wasser, das schöne Duhnen, das „ahoi!-Erlebnisbad“ und eben auch die familiäre Atmosphäre im Duhner „Appartementhaus Windjammer“. Lesen Sie bitte unten weiter.

Toto zu Besuch im Windjammer

Bereits seit 2001 wird auf Sat 1 ermittelt


„Toto & Harry“ sind die Protagonisten der beliebten Sat1-Reihe. Im Kurier- Interview verrät Torsten Heim („Toto“) einiges aus seinem Polizistenleben.

Heim wurde am 24. Februar 1963 in Hilden geboren und lebt in Bochum. Der Polizeioberkommissar hat bereits 27 Dienstjahre absolviert. In seiner Freizeit engagiert er sich für zahlreiche wohltätige Zwecke. An erster Stelle steht dabei
die Unterstützung des Kinderhospizes in Nordhausen (Thüringen), wo unter anderem auch Bob-Olympiasieger Wolfgang Hoppe als „Botschafter“ fungiert.

Es war 2001, als der Fernsehsender Sat1 Polizisten für eine Reportage suchte. „Alle Kolleginnen und Kollegen wurden gefragt und viele winkten ab. Dann war
ich an der Reihe. Man wollte mir eine Blondine zur Seite stellen. Da hab ich nur
gesagt, dass ich das in Ruhe überlegen muss, aber wenn, dann nur mit meinem Partner Harry machen würde.“Aus der Reportage wurde eine Serie, die bis heute erfolgreich läuft (montags, 22.15 Uhr). Ein Kameramann begleitet „Toto und Harry“ auf den Einsätzen, doch längst nicht alles, was die beiden erleben, kann und darf gesendet werden. „Es wird nichts nachgestellt, Authentizität ist uns wichtig. Gedreht wird an 85 Tagen für zwölf Folgen, immer beim Spät- oder Nachtdienst. Doch wenn wir zum Beispiel zu einem Suizidversuch gerufen werden, bleibt die Kamera im Wagen. Wenn einer sagt, dass wir die Kamera ausmachen sollen, wird sie ausgemacht. Und wenn alles im Kasten ist, geschnitten ist, dann nimmt die Polizei das Endprodukt ab, bevor es gesendet wird. Und glauben Sie mir – nicht alle Einsätze, zu denen wir fahren, sind wirklich für das Publikum interessant.“ Nachgesprochen wird nur der Funkverkehr in der Serie, weil man ja nie weiß, was wirklich so interessant war, dass es gesendet wird. „Toto“ redet so, wie er ist. Offen, frei, engagiert. Das merkt man stets, wenn er die Fragen von Janina Ohlmeyer beantwortet. Warum er sozial engagiert sei – schon ist er wieder in Aktion. Er kennt auch die Opferrolle, hatte 1995 ein nachhaltiges Erlebnis, wo er selbst zum Opfer wurde. Er kennt beide Seiten, deshalb gilt es vor allem, ruhig zu bleiben, Respekt zu zeigen und offen mit den Konfliktparteien zu reden. Dann wird das Problem schon gelöst. Er engagiert sich gern, weil er die Arbeit der Kinderhospiz kennen gelernt hatte und einen Riesenrespekt vor deren Arbeit hat. „Ich krieg jetzt eine Gänsehaut!“ Also unterstützt er die Projekte, spielt in Promi-Fußballmannschaften, wo es auch um den guten Zweck geht, nimmt auf Einladung an Großveranstaltung teil, wo gesammelt wird und freut sich, dass seine Kolleginnen und Kollegen die Arbeit anerkennen und kein Neid aufkommt. „Worauf auch, wir erhalten unseren Lohn von der Polizei, sonst nichts!“

Das „Promi-sein“ interessiert „Toto“ nur am Rande, seine Familie schon gar nicht. „Wir leben dort in Bochum, wo wir immer gelebt haben und sind voll integriert in Vereinen und Organisationen. Von wegen Promi – die würden mich schon runter holen, wenn ich anfangen würde, abzuheben!“ Dass er das nicht tut, glaubt man ihm unbesehen. Er schauspielert nicht, spricht schnell und man merkt, dass es von Herzen kommt. Der VfL-Fan geht offen durch Cuxhaven, liegt am Strand, wird erkannt und angesprochen. „Aber stets freundlich und dann sind ein Autogramm und ein gemeinsames Foto kein Problem. Es sind ja unsere Fans und davon haben wir gerade im Norden eine ganze Menge. Das freut uns natürlich auch.“ „Toto“ hatte früher eine robuste Spielweise beim Fußball, da wurde ihm der Spitzname nach dem Italiener Salvatore „Toto“ Schillacci verpasst. Doch wie kam „Harry“ (Polizeikommissar Thomas Weinkauf) zu seinem Namen. „Ob ihr das glaubt oder nicht: Der ist doch so dünn und irgendwann gab es mal die Sendung ,Der Preis ist heiß’ und die wurde von dem nicht so dünnen Harry Wijnvoord moderiert. Schon hatte der Thomas seinen Spitznamen weg“, verrät der 45-Jährige.

Und er verrät noch etwas: „Ich komme immer wieder nach Cuxhaven!“ Spricht’s und verschwindet nach einem netten Abschied zu seiner Familie an den Duhner Strand...
Herwig V. Witthohn